top of page

Neurorechte in der Schule

4. Okt.
2 Min. Lesezeit

Dr. Heidrun Drescher-Ochoa und Peter Amsler sprechen in einer neuen Folge der HOLLA-Gespräch mit dem IT-Fachmann und Mitglied der Genossenschaft Menschlich Wirtschaften, Wolfgang Huß. [Dauer: 45 Minuten]




Neurorechte lassen sich als vierte Generation der Menschenrechte verstehen. Während die erste Generation die Freiheitsrechte schützt, die zweite die sozialen und die wirtschaftlichen Rechte schützt und die dritte kollektive Güter wie Frieden oder eine gesunde Umwelt schützt, greifen die Neurorechte auf die mentale und kognitive Unversehrtheit des Menschen ein.


Der Diskurs um Neurorechte ist eine Antwort auf die Risiken der Neurotechnologien und Künstlichen Intelligenz. In der klassischen Systematik des Menschenrechtsschutzes sind sie jedoch noch nicht etabliert, da die Technologien damals noch nicht vorhanden waren.


Dabei sind Schulen zentrale Räume, in denen kognitive Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen geformt werden. Wie schützt man ihre mentale Privatsphäre, wenn die Lernsoftware Daten sammelt oder wenn leistungssteigernde Neurotechnik ins Spiel kommt? Es geht um den Schutz der Persönlichkeitsentwicklung – und nicht zuletzt um ein neues Bildungsziel: Neurokompetenz. Schülerinnen und Schüler müssen verstehen, was Neurotechnologien bedeuten, welche Chancen und welche Risiken sie mitbringen. In dem Sinne wird das Bildungswesen nicht nur geschützt, sondern auch selbst zum Vermittler dieser neuen Rechte.


Aus dem Gespräch mit Wolfgang Huß ergeben sich verschiedene Rechtsbereiche:


– Das Recht auf kognitive Freiheit

– Das Recht auf geistige Selbstbestimmung

– Das Recht auf geistige Privatsphäre

– Das Recht auf mentale Integrität

– Das Recht auf psychologische Kontinuität


Für eine Holistische Pädagogik lassen sich unmittelbar Forderungen an Bildung und Schule ableiten:


  1. Altersbeschränkungen für die Anwendung

  2. Bildschirmfreie Kindergärten und Grundschulen

  3. Pädagogik vor Technik

  4. Persönlicher Unterricht und menschliches Miteinander

  5. Fehlerkultur und produktives Lernen

  6. Leseförderung und Schulkbibliotheken

  7. Kreativität, eigenständiges Denken und Debattenkultur

  8. in den höheren Klassen Informatikunterricht: "aus Usern Programmierer machen"


Viel Freude beim Hören und Schauen!


 
 
 

Kommentare

Mit 0 von 5 Sternen bewertet.
Noch keine Ratings

Rating hinzufügen
Die Sonnenblume ist das Logo des Netzwerks Holistische Pädagogik

Netzwerk Holistische Pädagogik

– Geschäftsstelle –

Der Erzählverlag UG (haftungsbeschränkt)

Reiherbeize 26

14169 Berlin-Zehlendorf

Telefon: +49 (0)30 / 69 56 46 29

E-Mail: kontakt@erzaehlverlag.de

​Amtsgericht Charlottenburg 
HRB 252013 B
Geschäftsführer Peter Amsler
USt-IdNr. DE360901243

MVB-Kennnummer 5282622
Verkehrsnummer: 14883

bottom of page